Kategorie: Stücke

Kaleidoscope

von Ray Bradbury

Die Performance wurde zum Schultheaterfestival Köln 2021 eingeladen: Digital vom 25.6. bis zum 27.6.2021.

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stadt.finden

von Wolfgang Vincke

Die Inszenierung „stadt.finden“ zeigt Bilder von Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, kreative Auswege aus der allgegenwärtigen Spirale der Aggression im anarchistischen Dschungel der Großstadt zu finden.

in Kürze

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SCHWARZE HELDEN

von Wolfgang Becker

Seit Leopold II, Carl Hagenbeck und alle Sklavenhändler der damnatio memoriae unterliegen und zunehmend US-Bürger ihre afro-amerikanische Identität verteidigen, seit meiner Jugend habe ich schwarze Helden geliebt. Wenn ich im neuen Theaterstück von Wolfgang Vincke STADT.FINDEN lese:

„ VIER, vorschieben der unterkiefer, go!, halbdistanz, offensive, defensive, kontern, treiben, haken, kalt, cut, uppercut, blocken, auspendeln, kopf gegen brust, mundschutz raus rein, break, jab, sidestep, punch, cross, hart, gerade, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, finten, pendeln, abducken, zuschlagen…….“,

dann sehe ich Joe Louis und Max Schmeling (und Roosevelt und Hitler) und Muhammad Ali und den „Rumble in the Jungle“ von Kinshasa – und denke an den verhassten deutschen Schäferhund George Foremans, Ali Muhammads Verweigerung des Militärdienstes in Vietnam und Einsatz in der Bürgerrechtsbewegung. Repliken tauchen in Hollywood-Filmen, auf, leise erinnern so gegensätzliche Figuren wie Martin Luther King und Barack Obama an sie. Aber es folgt ihnen niemand nach, solche Boxkämpfe, die über sich hinausweisen, haben nicht mehr stattgefunden.

Dabei entwickelt der Boxkampf mit den Regeln, die ihn zu einem Ritual machen, das energischste, aggressivste Bild eines Duells zwischen zwei ebenbürtigen Personen, die in schnellst möglichen Aktionen und Reaktionen handeln (anders als Ringkämpfer oder Sumo-Gegner) und die geringsten Schutzhilfen nutzen (anders als Schwertkämpfer und Fechtende). Ihr Ritual führt die Zuschauer in eine Ära der Freiheit zurück, die vor den Verbindlichkeiten der Gesellschaften, ihren Gesetzen, der Nächstenliebe, der Solidarität liegt; und in den dunklen Hallen der Tausenden erstrahlt das Licht des Alphatiers im Ring, das sich, alle geistigen und körperlichen Kräfte nutzend, aus der letzten Bindung, der Gegnerschaft  zu befreien versucht.

In meiner weißen Haut, in der großen Empfindlichkeit, in der ich geboren und aufgezogen wurde, erschien ich mir hinter diesen Helden klein. Sie mussten groß, ungebärdig und – schwarz sein, stark wie schwarzer Kaffee aus Äthiopien.

In der Materialsammlung “Black Paris. Kunst und Geschichte einer schwarzen Diaspora“ habe ich unter dem Titel „Kunst der Provokation und Provokation als Kunst“ die „Götter des schwarzen Stadions“, den Bantam-Weltmeister Al Brown kennengelernt, der in den 30er Jahren von sich reden machte. Ich verstehe heute, dass sich auch Muhammad Ali einem Klischee einfügte, das für Afrika stand: Rumble in the Jungle. Heute hat das Klischee des unbesiegbaren schwarzen Kämpfers sein Gewicht verloren wie das des Crazy Horse, des Samurai Oda Nobunaga, des Wikingers Erik, des Griechen Odysseus, des Sklaven Spartakus. Der Boxkampf ist in einen Bürgerkrieg degeneriert. Die Tausende, die im Takt der Faustschläge laut atmeten, drängen nun in lautstarken Demonstrationen durch die Straßen großer Städte: Black Lives Matter. Und Tausende sterben in einer weltumspannenden Seuche. Die literarische Gattung der GROSSEN ERZÄHLUNG wird nicht mehr die der großer Helden sein wie die Odyssee oder die des Don Quichotte, sondern die von SCHWÄRMEN – wie die von tausenden Fischen im Wasser oder Staren in der Luft, die im September über Europas Städten tanzen, bevor sie den Flüchtlingen aus Afrika entgegenreisen.

stadt.finden von Wolfgang Vincke

Pressetext [Aachener Zeitung] vom 5. Juni 2020 von Matthias Hinrichs

Nicht von ungefähr kommen die expressionistisch anmutenden, oft stakkatoartig aufblitzenden Gedanken und Dialoge seiner namenlosen Protagonisten zunächst vor allem in schillernden Schlagworten daher. Auch im Wortsinn. Mit seinem neuen Stück,,stadt. finden“ erkundet der Aachener,Autor und Pädagoge Wolfgang Vincke einmal mehr die inneren und äußeren Befindlichkeiten einer chaotisch-brutalen urbanen Welt.

Anonyme Helden

Die anonymen ,,Helden,, in Vinckes dramatischer Miniatur-Collage erzielen in sechs hochpoetischen Bildern vor allem über den Alltag im ,,prekären“ Milieu der Aus – und Aufsteiger, das geprägt ist vom fatalen Faustrecht der Straße.

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SCHWARZE HELDEN von Wolfgang Becker

Seit Leopold II, Carl Hagenbeck und alle Sklavenhändler der damnatio memoriae unterliegen und zunehmend US-Bürger ihre afro-amerikanische Identität verteidigen, seit meiner Jugend habe ich schwarze Helden geliebt. Wenn ich im neuen Theaterstück von Wolfgang Vincke STADT.FINDEN lese:

„ VIER, vorschieben der unterkiefer, go!, halbdistanz, offensive, defensive, kontern, treiben, haken, kalt, cut, uppercut, blocken, auspendeln, kopf gegen brust, mundschutz raus rein, break, jab, sidestep, punch, cross, hart, gerade, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, finten, pendeln, abducken, zuschlagen…“,

sehe ich Joe Louis und Max Schmeling (und Roosevelt und Hitler) und Muhammad Ali und den „Rumble in the Jungle“ von Kinshasa – und denke an den verhassten deutschen Schäferhund George Foremans, Ali Muhammads Verweigerung des Militärdienstes in Vietnam und Einsatz in der Bürgerrechtsbewegung. Repliken tauchen in Hollywood-Filmen, auf, leise erinnern so gegensätzliche Figuren wie Martin Luther King und Barack Obama an sie. Aber es folgt ihnen niemand nach, solche Boxkämpfe, die über sich hinausweisen, haben nicht mehr stattgefunden.

Dabei entwickelt der Boxkampf mit den Regeln, die ihn zu einem Ritual machen, das energischste, aggressivste Bild eines Duells zwischen zwei ebenbürtigen Personen, die in schnellst möglichen Aktionen und Reaktionen handeln (anders als Ringkämpfer oder Sumo-Gegner) und die geringsten Schutzhilfen nutzen (anders als Schwertkämpfer und Fechtende). Ihr Ritual führt die Zuschauer in eine Ära der Freiheit zurück, die vor den Verbindlichkeiten der Gesellschaften, ihren Gesetzen, der Nächstenliebe, der Solidarität liegt; und in den dunklen Hallen der Tausenden erstrahlt das Licht des Alphatiers im Ring, das sich, alle geistigen und körperlichen Kräfte nutzend, aus der letzten Bindung, der Gegnerschaft  zu befreien versucht.

In meiner weißen Haut, in der großen Empfindlichkeit, in der ich geboren und aufgezogen wurde, erschien ich mir hinter diesen Helden klein. Sie mussten groß, ungebärdig und – schwarz sein, stark wie schwarzer Kaffee aus Äthiopien.

In der Materialsammlung “Black Paris. Kunst und Geschichte einer schwarzen Diaspora“ habe ich unter dem Titel „Kunst der Provokation und Provokation als Kunst“ die „Götter des schwarzen Stadions“, den Bantam-Weltmeister Al Brown kennengelernt, der in den 30er Jahren von sich reden machte. Ich verstehe heute, dass sich auch Muhammad Ali einem Klischee einfügte, das für Afrika stand: Rumble in the Jungle. Heute hat das Klischee des unbesiegbaren schwarzen Kämpfers sein Gewicht verloren wie das des Crazy Horse, des Samurai Oda Nobunaga, des Wikingers Erik, des Griechen Odysseus, des Sklaven Spartakus. Der Boxkampf ist in einen Bürgerkrieg degeneriert. Die Tausende, die im Takt der Faustschläge laut atmeten, drängen nun in lautstarken Demonstrationen durch die Straßen großer Städte: Black Lives Matter. Und Tausende sterben in einer weltumspannenden Seuche. Die literarische Gattung der GROSSEN ERZÄHLUNG wird nicht mehr die der großer Helden sein wie die Odyssee oder die des Don Quichotte, sondern die von SCHWÄRMEN – wie die von tausenden Fischen im Wasser oder Staren in der Luft, die im September über Europas Städten tanzen, bevor sie den Flüchtlingen aus Afrika entgegenreisen.

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Die Todesfuge

von Paul Celan

Celan thematisiert in diesem Gedicht die nationalsozialistische Judenvernichtung und passt daher gut zu der Gedenkstunde, die an die gewalttätigen Aktionen gegen Juden in Deutschland im Rahmen der Novemberpogrome erinnert. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten Anhänger Adolf Hitlers jüdische Geschäfte und Wohnungen.

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Das Wabenhaus

von Wolfgang Vincke

Das Wabenhaus ist eine Art Barackensiedlung, in der Menschen hausen, die aus Gründen der Flucht und Armut durch das Netz der sozialen Normalität gefallen sind. Das Stück handelt von dem Bemühen der Familie Osta, in einem Milieu zu überleben, in dem Kriminalität, Ausgrenzung und Prostitution zum Alltag gehören.

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Biedermann und die Brandstifter

von Max Frisch

„Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität. Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit.“

Gottlieb Biedermann ist wohlhabend und ordnungsliebend, ein Hauseigentümer und Geschäftsmann. Als eines Tages ein Hausierer vor der Tür steht und an Biedermanns Menschlichkeit appelliert, lässt sich dieser erweichen und den obdachlosen Schmitz auf seinem Dachboden nächtigen.

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Die Nashörner

von Eugène Ionesco

Über den bis gerade eben ruhigen Marktplatz einer beschaulichen Provinzstadt walzt plötzlich und unerklärbar ein Nashorn. Der Zwischenfall, der zunächst für alarmierende Hysterie sorgt, wird schnell zur Normalität, denn es bleibt nicht bei diesem einen Nashorn: Nach und nach verwandeln sich rätselhafterweise immer mehr Einwohner in graue Dickhäuter, willentlich oder aus Pflichtgefühl, um mit dem Zeitgeist zu gehen oder einfach um dazuzugehören.

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The Merchant of Venice

von William Shakespeare

William Shakespeares 1605 uraufgeführte Komödie Der Kaufmann von Venedig spielt im 16. Jahrhundert in Venedig und auf dem Landsitz Belmont. Da der erfolgreiche venezianische Kaufmann Antonio ein Darlehen des Juden Shylock am Fälligkeitstag nicht zurückzahlen kann, soll er vertragsgemäß sein Leben einbüßen. In einem zweiten Handlungsstrang empfängt die reiche Erbin Portia auf Belmont mehrere Heiratskandidaten, darunter Bassanio, den engen Freund Antonios, die das Rätsel der drei Kästchen zu lösen haben…

The Merchant of Venice written between 1596 and 1598 is Shakespeare’s comedy centred around love, money, prejudice and social injustice. Antonio, the Merchant of Venice, lends three thousand ducats to his friend Bassanio in order to assist him in his wooing of the wealthy and beautiful Portia of Belmont.

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One Flew Over The Cuckoo’s Nest

von Dale Wasserman

Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Dale Wasserman aus dem Jahr 1963 sowie dem US-amerikanischen Filmdrama von Miloš Forman aus dem Jahr 1975.

Ein Irrenhaus ist allemal besser als der Knast – findet der hartgesottene Draufgänger McMurphy. Vor Gericht gibt er sich als unzurechnungsfähig aus und lässt sich in eine staatliche Nervenheilanstalt einweisen.

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Don Quijote

von Miguel de Cervantes

Als Verräter an Staat und Kirche wird der Dichter Miguel de Cervantes eingekerkert, um auf sein Verhör zu warten. Doch bevor es dazu kommt, muss er sich vor dem Tribunal seiner Mithäftlinge verantworten. Sein Plädoyer gießt Cervantes in die Form eines Theaterstückes, das er mit den anderen Insassen inszeniert. Er selbst schlüpft in die Rolle seines träumerischen Romanhelden Alonso Quijana, der als Ritter Don Quijote mit blauäugigem Idealismus eine schlechte Welt bekämpfen will. In die demoralisierende Enge des Kerkers dringt die läuternde Weite der Fantasie und macht die Bühne frei für den Ritter von der traurigen Gestalt, den Mann von La Mancha.

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Dschudschumann

von Wolfgang Vincke in Kooperation mit Yacouba Bara und Shirin Ahmad

Die Inszenierung „Dschudschumann“ zeigt Geschichten und Bilder von Menschen, die sich auf den Weg gemacht haben, die sich auf dem Weg befinden und die anlanden in einer Welt, die ihnen in etwa so fremdartig erscheinen muss wie ihr Erscheinen selbst den Bewohnern dieser Welt große Ungewissheit abverlangt. Ausgangspunkt für das Stück sind die authentischen, mitunter humorvollen Lebensberichte von Geflüchteten aus Krisengebieten, die vom Autor zu einem Genre übergreifenden und von Rhythmus und Bewegung geprägten Bühnenwerk collagiert wurden. In Zusammenarbeit mit den Zeitzeugen Yacouba Bara und Shirin Ahmad sowie der Choreographin Yvonne Eibig hat Wolfgang Vincke ein Stück erarbeitet, das drei Generationen schicksalhaft auf der Bühne in einem musikalischen, tänzerischen und ästhetischen Kaleidoskop vereint.

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Die Physiker

von Friedrich Dürrenmatt

Neue atomare Bedrohungen, die Entwicklung der Gentechnik – die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft ist hochaktuell, auch wenn Dürrenmatt seinen Welterfolg mit den „Physikern“ schon in den 60er Jahren landete. Allerdings hat Dürrenmatt mit den „Physikern“ auch eine Komödienvorlage par excellence geliefert: Auf grandiose Weise wird hier in der Irrenanstalt der Mathilde von Zahnd mit dem Wahnsinn und dem Irresein gespielt, das Vernünftige erscheint irrsinnig und der Wahnsinn letztendlich vernünftig

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Harold & Maude

von Colin Higgins

Was ist bloß los mit Harold Chasen? Der heranwachsende Spross aus gutbürgerlichem Haus leidet unter innerer Leere und lebt neben seiner allein erziehenden Mutter in einem Paralleluniversum. In seiner Freizeit besucht Harold am liebsten Beerdigungen unbekannter Verstorbener, wenn er nicht gerade wieder einen seiner spektakulären Selbstmordversuche inszeniert. Mrs. Chasen weiß sich nicht anders zu helfen, als ihrem Sohn eine Therapie aufzuzwingen und ihm über eine Partneragentur eine geeignete Ehefrau zu suchen. Doch da lernt Harold auf einer Beerdigung eine ungewöhnliche ältere Dame kennen: Gräfin Mathilda Chardin, kurz: Maude. Maude schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen, sie liebt das Leben mit Haut und Haar. Durch Maude lernt Harold nach und nach, das Leben zu lieben. Und nicht nur das Leben …

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The King’s Speech

von David Seidler

Das Schauspiel erzählt die Geschichte von einem Mann der als King George VI bekannt ist. Nachdem sein Bruder abdankte, hat Bertie daraufhin den Thron bestiegen. Bertie ist sich bewusst, als König ungeeignet zu sein, weil er stottert und deswegen nimmt er die Hilfe eines Sprach-Therapeuten in Anspruch. Hieraus entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.

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