Autor: Wolfgang Vincke

blendwerk

Raphael Collas blendwerk performance
Text Wolfgang Vincke
Musik Johan Taxhet
Premiere Samstag, 26. Juni 2021, 20 Uhr
Weitere Aufführung 27. Juni 2021, 20 Uhr
Dauer ca. 30 min
Theater 99, Gasborn 9, Aachen

In Vinckes Minidrama „blendwerk“ erkundet der Schauspieler Raphael Collas die innere Befindlichkeit eines Künstlers, der sich mit kreativen Mitteln auf die Suche nach dem Geheimnis seines Daseins begibt.
Auf der großen Leinwand des Lebens entwirft und reflektiert er eindrucksvolle Bilder einer Sehnsucht nach dem inneren Frieden.
Johan Taxhet begleitet die Performance auf seiner E-Gitarre.


Kaleidoscope

von Ray Bradbury

Die Performance wurde zum Schultheaterfestival Köln 2021 eingeladen: Digital vom 25.6. bis zum 27.6.2021.

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Jonathan Strauch

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

Luca Heiliger

Theater

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019

Kindertheater

  • Die Schneekönigin (Hans Christian Andersen) 2019

Wolfgang Vincke

Theaterstücke:

  • stadt.finden
  • Das Wabenhaus
  • Dschudschumann
  • ins Licht
  • gegen.schlag
  • Triebschatten
  • COOL.CULTURE
  • Asye
  • Abla
  • Kunst.Fehler

Kinderstücke:

  • Pjotre und das Netz der bösen Zungen
  • Pjotre und das Rattenmädchen
  • Mundwerk

Lyrik:

  • am verwelkten herzrand (edition krautgarten)

Prosa:

  • blicken (edition krautgarten)

Inszenierungen:

  • 2010 The Applicant
  • 2011 Einstein’s Dreams
  • 2012 Slumdog Millionaire
  • 2013 Charly and the Chocolate Factory
  • 2014 The King’s Speech
  • Andorra
  • 2015 Harold and Maude
  • Die Physiker
  • 2016 One Flew Over The Cuckoo’s Nest
  • Don Quijote
  • Dschudschumann
  • 2017 Biedermann und die Brandstifter
  • Solingen
  • 2018 Die Nashörner
  • 2019 Much Ado about Nothing
  • Die Todesfuge
  • Das Wabenhaus

Marie Theis

  • 2014 Andorra
  • 2015 Die Physiker
  • 2016 Don Quijote
  • Dschudschumann
  • 2017 Biedermann und die Brandstifter
  • 2018 Die Nashörner
  • 2019 Die Todesfuge
  • Das Wabenhaus

Julia Kurzweil

  • 2013 Robin Hood
  • 2014 The King’s Speech
  • 2015 Harold and Maude
  • 2016 One Flew Over The Cuckoo’s Nest
  • 2017 The Merchant of Venice
  • 2019 Much Ado about Nothing

Birkan Baran

Theater:

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

Hörspiel:

Der gute Gott von Manhattan (Ingeborg Bachmann) 2019

Diana Loeb

Theater:

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

SCHWARZE HELDEN

von Wolfgang Becker

Seit Leopold II, Carl Hagenbeck und alle Sklavenhändler der damnatio memoriae unterliegen und zunehmend US-Bürger ihre afro-amerikanische Identität verteidigen, seit meiner Jugend habe ich schwarze Helden geliebt. Wenn ich im neuen Theaterstück von Wolfgang Vincke STADT.FINDEN lese:

„ VIER, vorschieben der unterkiefer, go!, halbdistanz, offensive, defensive, kontern, treiben, haken, kalt, cut, uppercut, blocken, auspendeln, kopf gegen brust, mundschutz raus rein, break, jab, sidestep, punch, cross, hart, gerade, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, linke, rechte, linke, rechte, ausruhen, finten, pendeln, abducken, zuschlagen…….“,

dann sehe ich Joe Louis und Max Schmeling (und Roosevelt und Hitler) und Muhammad Ali und den „Rumble in the Jungle“ von Kinshasa – und denke an den verhassten deutschen Schäferhund George Foremans, Ali Muhammads Verweigerung des Militärdienstes in Vietnam und Einsatz in der Bürgerrechtsbewegung. Repliken tauchen in Hollywood-Filmen, auf, leise erinnern so gegensätzliche Figuren wie Martin Luther King und Barack Obama an sie. Aber es folgt ihnen niemand nach, solche Boxkämpfe, die über sich hinausweisen, haben nicht mehr stattgefunden.

Dabei entwickelt der Boxkampf mit den Regeln, die ihn zu einem Ritual machen, das energischste, aggressivste Bild eines Duells zwischen zwei ebenbürtigen Personen, die in schnellst möglichen Aktionen und Reaktionen handeln (anders als Ringkämpfer oder Sumo-Gegner) und die geringsten Schutzhilfen nutzen (anders als Schwertkämpfer und Fechtende). Ihr Ritual führt die Zuschauer in eine Ära der Freiheit zurück, die vor den Verbindlichkeiten der Gesellschaften, ihren Gesetzen, der Nächstenliebe, der Solidarität liegt; und in den dunklen Hallen der Tausenden erstrahlt das Licht des Alphatiers im Ring, das sich, alle geistigen und körperlichen Kräfte nutzend, aus der letzten Bindung, der Gegnerschaft  zu befreien versucht.

In meiner weißen Haut, in der großen Empfindlichkeit, in der ich geboren und aufgezogen wurde, erschien ich mir hinter diesen Helden klein. Sie mussten groß, ungebärdig und – schwarz sein, stark wie schwarzer Kaffee aus Äthiopien.

In der Materialsammlung “Black Paris. Kunst und Geschichte einer schwarzen Diaspora“ habe ich unter dem Titel „Kunst der Provokation und Provokation als Kunst“ die „Götter des schwarzen Stadions“, den Bantam-Weltmeister Al Brown kennengelernt, der in den 30er Jahren von sich reden machte. Ich verstehe heute, dass sich auch Muhammad Ali einem Klischee einfügte, das für Afrika stand: Rumble in the Jungle. Heute hat das Klischee des unbesiegbaren schwarzen Kämpfers sein Gewicht verloren wie das des Crazy Horse, des Samurai Oda Nobunaga, des Wikingers Erik, des Griechen Odysseus, des Sklaven Spartakus. Der Boxkampf ist in einen Bürgerkrieg degeneriert. Die Tausende, die im Takt der Faustschläge laut atmeten, drängen nun in lautstarken Demonstrationen durch die Straßen großer Städte: Black Lives Matter. Und Tausende sterben in einer weltumspannenden Seuche. Die literarische Gattung der GROSSEN ERZÄHLUNG wird nicht mehr die der großer Helden sein wie die Odyssee oder die des Don Quichotte, sondern die von SCHWÄRMEN – wie die von tausenden Fischen im Wasser oder Staren in der Luft, die im September über Europas Städten tanzen, bevor sie den Flüchtlingen aus Afrika entgegenreisen.

Louisa Vincke

*31.1.2010 in Aachen

Theater:

  • Dschudschumann (Wolfgang Vincke) 2016
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

Zakaria Bara

Theater:

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019

Wolfgang Riegel

Theater und Musik:

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019

Philipp Maurice Frank

*25. Mai 2001

Theater:

  • Don Quijote (Miguel de Cervantes) 2016
  • Biedermann und die Brandstifter (Max Firsch) 2017
  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

Hörspiel:

Der gute Gott von Manhattan (Ingeborg Bachmann) 2019

Esther Luisa Spaniol

* 3. August 2001 in Mainz

Theater:

  • Die Nashörner (Eugène Ionesco) 2018
  • Much Ado about Nothing (Shakespeare) 2019
  • Die Todesfuge (Paul Celan) 2019
  • Das Wabenhaus (Wolfgang Vincke) 2019

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